Montag, 09.12.2013

G`Day ihr Lieben

Jetzt ist es schon über ein Monat her, dass wir das schöne Freiburg  verlassen haben um nach Down Under aufzubrechen und ihr habt immer noch nicht viel von uns gehört, geschweige denn Fotos von uns gesehen. Das ist natürlich sehr schade und es tut uns Leid, deshalb wollen wir das schnellstmöglich nachholen. Durch diesen Blog sollt ihr ab jetzt die Möglichkeit erhalten, einen kleinen Einblick in unsere bisher sehr faszinierende Reise zu bekommen und so viele Momente wie möglich mitzuerleben, auch wenn das von so weit weg wahrscheinlich sehr schwer sein wird und man die besonderen Momente hier auch eigentlich gar nicht beschreiben kann.

Zu allererst: Uns zwei geht es hier wirklich unglaublich gut, wir geniessen jede Sekunde, sind fasziniert von all dem Neuen und Aufregendem das wir hier erleben und vor allem sind wir sehr glücklich, dass wir uns dazu entschieden haben, für ein halbes Jahr das andere Ende der Welt zu erkunden.

Wir hoffen euch allen geht es auch gut !

Viele Umarmungen von Anni&Leen Küssend

Montag, 09.12.2013

Melbourne

Die ersten drei Tage konnte man mit uns zwei in Melbourne nicht sehr viel anfangen, da wir unter einem starken Jetlag litten. Wir waren dauermüde am Tag und bekamen nachts kein Auge zu. Da wir in unserem ersten Hostel auf soo viele Deutsche trafen kamen wir uns anfangs sogar eher vor als wären wir in eine deutsche Stadt gereist und dies erschwerte es uns nur noch mehr, wirklich in Australien anzukommen. Wir konnten gar nicht glauben, dass wir nun in Australien sind und unsere einmalige Zeit dort jetzt beginnen sollte.

Doch schon bald änderte sich unsere Stimmung und wir begannen Melbourne zu mögen. Der Yarra River, die Skyline, der wunderschöne botanische Garten, der belebte Federation Square die altmodischen Straßenbahnen, die vielen süßen, multikulturellen Cafés und Shops, das Nachtleben und die netten Backpacker machten die Stadt zu etwas Besonderem und wir fühlten uns bald wohl.

Das Highlight für uns und unsere hungrigen Freunde war das „Restaurant“ Lentils. Indisches, chinesisches und vielseitiges Essen erwartete uns dort häufig. Das Motto von Lentils: „Pay how much you want“ ; unser Motto jedoch war: „Hau dir den Ranzen voll, zahl unter 2 Dollar“, auch obwohl wir zwei sozialen Mädels deswegen das Restaurant meist mit einem schlechten Gewissen verließen…

Außerdem machten wir in Melbourne unsere ersten Couchsurfingerfahrungen, wir lebten jeweils 3 Tage bei zwei verschiedenen Couchsurfern. So lernten wir Melbourne auch von der Seite der Australier kennen, was sehr interessant war. Das Luxushaus des 2. Couchsurfers, ein Inder,  teilten wir uns mit 8 anderen Maedels aus verschiedenen Ländern, da er selbst eigentlich nie zuhause war. Wir vergnügten uns in seinem Pool und trainierten in seinem Fitnessstudio  Lächelnd  So lässt sichs leben…

 

Montag, 09.12.2013

Great Ocean Road

Nach zwei eher verregneten Wochen in Melbourne brachen wir endlich auf, unser Roadtrip entlang der Great Ocean Road von Melbourne nach Adelaide konnte beginnen. Nach dem wir (vier Deutsche und ein Italiener) uns noch einmal ordentlich bei Lentils den Magen vollgeschlagen hatten brachte uns das frisch aus der Werkstatt entlassene Auto auf unseren ersten Free Campingside. Gut gelaunt und voller Vorfreude parkten wir unser Auto mit Blick aufs Meer und drehten die Musik laut auf. Das war allerdings ein großer Fehler denn es sprang plötzlich nicht mehr an. Schon kaputt …?

Nein das Auto war natürlich nicht kaputt, lediglich die Batterie hatte den Geist aufgegeben. So was nun? Inmitten schlechtem Wetter, umgeben von einer 3 Grad kalten Brise standen wir da im Dunkeln und konnten nicht mehr weiterfahren. Während die Jungs nun schon niedergeschlagen über den möglichen Fehlkauf nachdachten schafften wir es leider mal wieder nicht uns das Lachen zu verkneifen - was eher unpassend war. Das erste Mal wurde an das warme Bettchen im schönen Freiburg gedacht. Daraufhin wurde der Verkäufer angerufen und gebeten, ob er uns Starthilfe leisten könne. Perfekt, nachdem er uns endlich gefunden hatte war die Batterie wieder voller Energie und wir konnten das Auto wieder starten. Doch was haben wir dann getan? Es war eine schreckliche Nacht, 5 Personen in einem Auto, man hatte das Gefühl, als müsse man in einem Hamsterkäfig übernachten.

Innerhalb der nächsten 8 Tage fuhren wir nun dem schönen Wetter entgegen. Wir verloren schnell jegliches Gefühl für Zeit und Datum, orientierten uns nur noch an dem Sonnenlicht. Das einzig wichtige an einem Tag war ausschließlich, vor Sonnenuntergang einen neuen Schlafplatz zu finden an dem wir unser Zeltchen platzieren konnten. Es passierte uns aber nicht nur einmal, dass wir im stockdunklen, geführt von unserer Handyapp/Wikicamp, durch irgendeinen Wald irrten, auf der Suche nach dem nächstliegenden freien Campingplatz.

Wenn wir uns dann endlich entschieden hatten unser Zelt aufzubauen, dort aber wieder von lauten, gefährlich klingenden Tiergeräuschen zurück ins Auto getrieben wurden und nur noch aus Angst mit vollspeed davon heizen wollten, konnte es schon mal vorkommen, dass sich die kleine Leen vor Lachen und Angst in die Hose gemacht hatte ;)

Unsere Nächte verbrachten wir also an Stränden, auf Parkplätzen, im einsamsten Regenwald, in Nationalparks, wir schliefen in Vorgärten von Farmern oder wir schmuggelten uns nachts auf einen öffentlichen Campingplatz und fuhren früh morgens, bevor uns jemand sehen konnte, wieder davon. Hauptsache kein Geld ausgeben. Aber das machte es zu einem Abenteuer.

Nachts wurde sich dann im Zelt oder am Feuer mit Guhn beschäftigt (dem "allerbesten" Wein aus Australien), bis man glücklich und zufrieden ins „federweiche Bett“ fiel.

Tagsüber erkundeten wir die Landschaft, genossen die wunderschönen Strände und Klippen, wir sahen viele wilde Kangoroos, Papageien, Koalas und Pinguine, welche alle erstaunlich zutraulich waren. Sehr beeindruckend war es für uns durch den Regenwald zu spazieren oder zu fahren. Einzig und allein das ständige Quietschen des Autos war es, welches uns manchmal Sorgen bereiten konnte, wenn wir komplett einsam in der Wildnis herumfuhren und keine Ahnung hatten wo wir überhaupt sind.

Ansonsten war es nur das pure Gefühl von Glück das wir hatten, wenn wir zum Beispiel, auf dem Autodach liegend die frische Regenwaldluft einatmeten, laut Musik hörten und in den Bäumen nach Koalas Ausschau hielten. Sehr froh waren wir auch darüber, dass wir 5 uns so super gut verstanden haben, jede Menge zu lachen hatten und uns nie langweilig wurde da wir alle nur absoluten Blödsinn im Kopf hatten. Das passiert leider wenn man keine Pflichten mehr am Tag zu erledigen hat. Deshalb war unsere Stimmung immer top, wir waren heiter, munter und abenteuerlustig.

Die 12 Apostel, London Bridge, der Grampian Nationalpark und Küstendörfer wie Port Fairy und Bells Beach gehörten als Touristenattraktionen bei unserem Trip natürlich ebenfalls dazu, waren für uns jedoch nicht das Beeindruckenste.

Das UNBESCHREIBLICHE am REISEN  ist einfach zu wissen, dass dir gerade eine Zeit geschenkt wird, in der du einfach nur LEBEN kannst.

Montag, 09.12.2013

Adelaide & Barossa Valley

In Adelaide angekommen waren wir beide dann doch sehr froh endlich mal wieder in einem großen warmen Bett schlafen zu können, nachdem wir die letzten Tage aufgrund des Regens nachts oft sehr nass im Zelt aufwachten oder der Sturm unser Überzelt fast weggeblasen hatte. Wir wohnten in Adelaide bei einer unglaublich netten Familie, die uns komplett verwöhnte und wir es uns sehr gut gehen lassen konnten. Wir blieben jedoch nicht lange, da wir bald ein Working Hostel auffinden konnten, das uns Jobmöglichkeiten anbot.

Wir verbringen diesen Monat nun also im Barossa Valley, einem weltbekannten Weinanbaugebiet, das sehr schön ist. Leen arbeitet in einer Kartoffelfabrik, in der sie nichts anderes zu tun hat als an einem Fließband zu stehen, die waste potatoes nach oben und die special potatoes nach unten zu werfen. Da man bei dieser Art von Arbeit seinen Kopf absolut nicht benötigt, hat man sehr viel Zeit nachzudenken oder sich darauf zu konzentrieren, dass einem nicht schlecht oder schwindelig wird von dem meist 10 std. langen Anblick der Kartoffeln. Annick beschäftigt sich derzeitig lieber mit Tomaten und Gurken in einer anderen Fabrik, schweißt diese ein und macht sich dabei ihren Rücken kaputt. Aber was macht man nicht alles dafür, um in dem sau teuren Australien über die Runden zu kommen. Andererseits bekommen wir durch diese Arbeit auch mit, wie gut wir es in unserem Leben als Deutsche eigentlich haben und wieviel härter das Leben für all die permanent worker in den Fabriken ist. Die meisten kommen aus Indien, China oder Südostasien und arbeiten schon über 20 Jahre dort, während wir Backpacker, wegen den teils unfairen Bedingungen, alle nicht länger als 2 Monate bleiben würden. Eine total liebe Thailänderin erzählte uns, wie gerne sie wieder in ihr schönes Land zu ihrer Familie zurück gehen würde, sie aber die Möglichkeit bekam nach Australien zu kommen, um aus der Armut und den kargen Jobaussichten zu fliehen. Sie ernährt mit dem vergleichsweise vielen Geld, das sie in der Fabrik nun verdient, ihre Familie in Thailand, ihre Kinder gehen nicht mal zur Schule, sie selbst kann kein Englisch lesen oder schreiben. Sehr wohl haben wir uns dabei nicht gefühlt, wenn man weiß, dass man sich selbst gerade eigentlich nur derselben Arbeit stellt um dann ein paar Monaten später ihre Heimat, Thailand, als Tourist zu bereisen um es sich dort gut gehen zu lassen. Es stoßen in den Fabriken also zwei Welten aufeinander.

Unsere Freizeit nach dem Arbeiten genießen wir dann alle sehr, sei es beim Bräunen in der Sonne, Volleyballspielen, Sonnenuntergänge anschauen, BBQ, Winetasting, Ausflüge machen, Essen, einfach nur Chillen, Feiern oder Rumblödeln.

Letztes Wochenende haben wir zwei die Familie in Adelaide besucht, waren in einem Wildlifepark und haben Adelaide bei Tag und Nacht erkundet.

Das Wetter hier ist zwar noch sehr wechselhaft, häufig jedoch bis zu 35 Grad warm, was Anni&Leen oft ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubert.

        

Freitag, 10.01.2014

Christmas Time - A Sunny Time

Nach einem Monat Arbeit zwischen Tomaten, Gurken und Kartoffeln kuendigten wir unseren Job und verliessen das sehr in unser Herz geschlossenes Barossa- Hostel um die Weihnachtstage mit unserer Familie in Adelaide zu verbringen.

Wir schmunzelten oft, wenn wir hier im strahlenden Sonnenschein die Vorgaerten der Australier anschauten. Geschmueckt mit kitschigen Weihnachtsmaennern, Sternen und Christmastrees fuehlte es sich eher wie ein Witz an, nicht als ob gerade wirklich Weihnachtszeit ist. Auf einer Santa-Klaus-Parade fuhren Nikolausmaenner in kurzen Hosen auf Fahrraedern durch die Strassen und alle Autos waren mit Geschenkbaendern verziert, eher wie Fasnacht bei uns in warm Unschuldig

Unser Weihnachten bei 39 Grad war perfekt und wir haetten uns es nicht schoener vorstellen koennen in Australien. Am 25. Dezember genossen wir unseren Christmaslunch in einem wunderschoenen Garten mit Blick auf Weinreben, schluerften Bier und Cocktails. Unser Bauch wurde mit lauter Leckereien voller und voller. Wir konnten sehr froh darueber sein, eine Einladung zu solch einem Weihnachtserlebnis bekommen zu haben.

Die Familie und deren Verwandten, mit welchen wir zusammen feierten, stammen aus Kapstadt in Suedafrika. Der besondere afrikanische Flair im Haus, der etwas andere Weihnachtsbaum und einige Rituale waren fuer uns ein neuer Eindruck in eine andere Kultur. 

 


X-Mas parade

Freitag, 10.01.2014

Happy New Year!

Picknick am Strand, 35 Grad im Kleid und einfach unvergaesslich, das war unser diesjaehriger Silvesterabend. Mit den letzten Sonnenstrahlen, begann der gesamte Strand von Glenelg aufzuwachen. Familien sassen gemuehtlich plaudernd, Musikbands musizerten und man konnte sich an kleinen Feuershows und Taenzen erfreuen.

Um 22 Uhr dann ein Countdown-Feuerwerk mitten auf einer Bruecke am Strand.. wir waren zuerst verwirrt und fragten uns ob man am anderen Ende der Welt wohl Silvester frueher feiert?! Wir sassen mit unseren Freunden aus dem Barossahostel am Wasser, so manch einer nahm ein Abendbad - es war nun mal wieder Goon-time angesagt, mit all unseren lieben Hostelfreunden die wir schon sehr vermisst hatten.

Zur Mitternachsstunde war dann ein prachtvolles Feuerwerk zu beobachten, das sich am unglaublichen Sternenhimmel und ueber dem weiten Meer abspielte..

Diesen einmaligen Abend haben wir sehr genossen, auch wenn Annick am Schluss des Abends, um 7 Uhr morgens, ein bisschen betroeppelt ihre Tasche auch mit groesster Muehe nicht mehr finden konnte.. Durch die lange Nacht war der Weg mit dem Bus zurueck nachhause dann ein wenig anstrengender als sonst und es passierte uns nicht nur einmal, dass wir an der Bushaltestelle einschliefen und zu guter letzt ein paar Stationen zu weit fuhren mit dem Bus.. Zunge raus

Um halb 9 Uhr morgens lagen wir dann endlich in unserem lang ersehnten Schlafgemach und fielen in einen tiefen, tiefen Murmeltierschlaf. Das Aufwachen war wiederum nicht so eine schoene Angelegenheit fuer uns !Zwinkernd

Sonntag, 12.01.2014

Lange Strassen, roter Sand - Leen und Anni waren gespannt

Am 2. Januar hiess es dann nach einem Monat endgueltig: "tschuess zu Adelaide, der Familie und all den lieben Hostelfreunden". Auf gings ins Outback, nur noch Anni & Leen, ganz allein im Nirgendwo. Der Greyhoundbus brachte uns ueber Nacht zu unserem ersten Aufenthaltsort - Coober Pedy. Aber was ist Coober Pedy ? Wenn man das so genau wuesste... Von einem kleinen baertigen Mann, der einem Hobbit glich, wurden wir unter Tage gefuehrt, wir fanden noch ein paar Stunden Schlaf in einem dunklen Gewoelbe, das eher einem Kerker als einem Hostel glich. Anstatt die merkwuerdige Stadt am Tag gleich zu erkunden, fuehrte uns das Schicksal zu allererst ins Krankenhaus, da Anni sich ueber die Nacht nun schon zum 2. Mal eine heftige Mandelentzuendung eingefangen hatte. Uns wurde Angst und Bange als wir den Satz der Krankenschwester hoerten: " Girls, we have only got one doctor, you are in the middle of nowwhere, i dont think we can help you " ...doch ein starkes Antibiotika hatten selbst sie dann noch parat und Anni bahnte sich ihren Weg durch die Hitze und wuestenartige Landschaft zurueck ins Undergroundhostel. Marleen hingegen musste diese Geisterstadt nun wohl alleine erkunden, was ein mulmiges Gefuehl in ihr hervorrief. Coober Pedy ist eine Ortschaft, die mitten im Outback Australiens in der Wueste liegt. Aufgrund der unertragbaren Hitze befinden sich die meisten Wohnstätten der Aboriginals und die Touristenunterkuenfte unter der Erde oder sind in Sandsteinhuegel hineingebaut. Der Ort lebt von den vielen Opalminen und dem Opalabbau, der in den Schaechten stattfindet. Coober pedy ist auch als Opalhauptstadt der Welt bekannt. Ausserdem findet man viele underground Kirchen, Artgalleries, Caffés, Hotels und Shops... Die seltsame Stimmung in dem Ort wird aber auch durch die vielen abgebrandten Autos, verrosteten Minenmachinen, Kreaturen, weltallartigen Figuren und Schrotthaufen hervorgerufen, die den Ort ausgestorben und gruselig wirken lassen.
Zu guter Letzt : Wir haben es ueberlebt und machten uns auf den Weg nach Alice Springs Zunge raus

In den fruehen Morgenstunden startete unsere Rocktour in Alice Springs, einer Aboriginal-Stadt mitten in Australien. Mit einem alten Camper-Minibus ging es los durch die Weite Australiens. Schwitzen war angesagt bei 40 Grad und praller Sonne. Bei den Kings Canyons angekommen erwartete uns eine 3 stuendige Wandertour durch die rote Landschaft. Annick machte leider schon nach 5 Minuten kehrt, da sie durch das Antibiotika ausser Atem war. Eine Woche zuvor verstarb anscheinend ein junger Mann in den Canyons wegen der Hitze und Ueberanstrengung, da bekamen wir doch ein wenig Bammel.. Die gewaltige Schlucht der Canyons, die sich durch die rote Felslandschaft zog war atemberaubend! Besonders weil sich auf dessen Grund der bezaubernde gruene "Garden of Eden" erstreckte. Als die Sonne schon verschwunden war gab es leckeres Essen am Feuer zubereitet, im Bushcamp von Boom-Boom unserem Tour guide. In unseren Schlafswags fuehlte man sich dann nicht ganz so wohl, da auch eine um den Schlafplatz gezogene Salzrille nicht alles Ungeziefer fernhielt, schon gar nicht Dingos. Der Schlaf siegte jedoch irgendwann gegen die Angst und der wunderschoene Sternenhimmel brachte eine entspannte und romantische Stimmung ueber das Camp. Nach unserem Fruehstueck ging es los zum Kata Tjuta Nationalpark. 4 Stunden wandern bei 40 Grad war nun wieder angesagt. Der Ausblick, die tierfoermigen roten Felsen, die spannenden Geschichten unseres Tour guides machten diesen Walk zu einem besonderen. Ein Suessigkeitenpicknick ganz oben auf den Felsen der Tjutas versuesste jedem die Laune. Ueber das Leben und die Geschichten der Aboriginals erfuhren wir dann wenig spaeter im Culture-center mehr. Den beruehmten Uluru (Ayers Rock) bekamen wir in verschiedensten Farben, von Braun zu Orange und Rot waehrend eines Abendessens beim Sonnenuntergang zu sehen. Das Schauspiel der Farbwandelung in umgekehrter Reihenfolge beobachteten wir dann beim Sonnenaufgang am naechsten Morgen nocheinmal. Nach einem 7,5km Walk um den roten Felsen, der nur zu geschaetzten 1\3 an der Erdoberflaeche zu sehen ist, fuehrte unser Weg wieder zurueck nach Alice Spring. Angekommen in Alice, hatten wir beide wie so oft mal wieder keine Ahnung wie es nun weiter geht. Wir hatten die Wahl: 500$ pro Person fuer einen Flug nach Cairns, den Greyhound fuer 350 $ der jedoch 4 ganze Tage gebraucht hätte um aus the middle of nowwhere herauszufahren.. Keine dieser Moeglichkeiten sagte uns so richtig zu, da man doch ganze 2500km zuruecklegen musste um nach Cairns in den Norden zu gelangen. Das Glueck fiel uns mal wieder in den Schoss. Wir konnten mit zwei Franzosen in unserem Alter mit dem Auto mitfahren. Immer nur in eine Richtung, naemlich geradeaus- einer Strasse folgend- beschritten wir unseren zweitaegigen Reiseweg. Annick am Steuer und der Gedanke: 110 km\h erlaubt, keine Menschen nur Tiere. Da stoert es doch auch sicher keinen, wenn ich 130 km\h fahre?! Wohl falsch gedacht. Ploetzlich tauchte die Polizei vor uns auf, wendete auf der Strasse und folgte uns mit Blaulicht. Wir wurden aufgefordert anzuhalten. Zum Glueck nur eine belaechelnde Verwarnung zu dem blonden Maedchen am Steuer, passiert den Outbackpolizisten wohl auch nicht besonder oft ein junges Maedchen am Steuer mit zwei Jungs hinten drinnen anzuhalten - wir sind jedenfalls gut angekommen und hatten eine erlebnisreiche Reise! Zwinkernd

Dienstag, 18.02.2014

Von dem tropischen Norden der Sonne entgegen

Nachdem wir unsere Outbacktour beendet hatten und in der Stadt Cairns ankamen, waren wir ersteinmal etwas verwirrt. Zu viele Eindruecke auf einmal, zu viele Touren die einem angeboten wurden und zu viele Touristen.. Trotzdem fanden wir Cairns gleich auf den ersten Blick schoen, da es sehr tropisch und suess war. Leider regnete es uns zu viel, denn die Regenzeit ist oben in Cairns am Great Barrier Reef und in Darwin am staerksten zu spuehren.

Auch wir schlossen uns den tausenden Touristen an und buchten eines dieser Tourenpakete, in dem nun viele verschiedene Touren fuer uns inbegriffen waren. So kommt man einfach am billigsten weg und man will ja die Hauptattraktionen doch nicht verpassen. Trotzdem fanden wir es verrueckt wie Massen an Touristen ihre 2000-4000 Dollarpakete buchten, als ob man die fantastische Natur in einen Einkaufswagen packen koennte. Unsere erste Tour startete am Great Barrier Reef, introduction diving und snorkeling war angesagt. Auf der nicht so wundervollen Schifffahrt raus zu den Korallenriffen wurden Anni und mindestens 10 Andere ziemlich seekrank und die weissen Tueten auf dem Schiff wurden freundlich non-stop von der Crew den Passagieren ueberreicht. Doch dann hiess es Neoprenanzuege anziehen, Flossen und Taucherbrillen ruesten und ab ins Wasser!

Die Korallen leuchteten in unglaublich grellen Farben und Fische in verschiedenen Formen, groß wie klein, schwangen ihre Flossen. Leider sah man auch, wie das Reef schon sehr abgestorben war, da die Korallen einst wohl noch viel farbenfroher gewesen sein mussten.. Ausserdem durften wir sogar mit einer Taucherflasche auf dem Ruecken 15m tief tauchen und konnten somit noch groessere FIsche und Korallen betrachten.

Zurueck in Cairns beschlossen wir unsere Reise weiter fortzusetzen - Richtung Sueden, gen Sonne. Die netten Franzosen vom Outback nahmen uns ein weiteres Mal in ihrem Auto mit, so gelangten wir zu unserer zweiten Tour, die am Airlie Beach startete. Gemeinsam mit 50 anderen Jugendlichen umsegelten wir die Whitsundays, einer wundervollen Inselkette im Great Barrier Reef. Hohe Wellen spritzten ueber unseren Bug, die Sonne knallte auf uns herunter und wir erreichten nach ca 2 h unser Resort, in dem wir die naechsten zwei Tage naechtigten. Wir erkundigten die Whitsundays, mit unter den beruehmten Whiteheavenbeach, welcher als einer der weissesten und feinsten Straende der Welt gilt. Tuerkis-blaues Wasser und kleine Fische die sich im Wasser tummelten - es war einfach traumhaft schoen!

 Zurueck am Airlie Beach waehlten wir mal wieder eine eher waghalsige Variante um zu unserem naechsten Zielort, 12h entfernt, zu gelangen. Rainbow Beach sollte dieser Ort sein, es stellte sich jedoch heraus, dass es uns diesmal nicht ganz so einfach gelingen sollte dort anzukommen..Wir konnten mit einem Australier mitfahren, der uns urspruenglich bis zum Rainbow Beach mitnehmen wollte. In Rockhampton, einem kleien Ort im Nirgendwo, hiess es dann jedoch: " Lebt wohl, schaut, dass ihr einen Bus nehmt - ich moechte noch ein paar Tage im Nationalpark verbringen". Nun kamen wir uns ein bisschen verloren und hilflos vor, 12h durften wir "froehlicherweise" in dieser geheimnisvollen Industriestadt verbringen. MC's wurde dort zu unserem Freund und eine Bank an einem Krokodilfluss ebenfalls. Nun ja wir kamen dann zum Glueck am naechsten Tag noch puenktlich beim Hostel "Dingos" in Rainbow Beach an.

Nach einem Coaching, bei welchem man lernte wie man sich auf der groessten Sandinsel der Welt - Fraser Island - mit einem Jeep durch die Sandberge fortbewegt, wie man sich vor den dort lebenden Dingos schuetzt, wurden wir den verschiedenen Jeeps zugeteilt.

64 Personen waren wir diesmal und so ganz nebenbei gesagt: " diese Dingo-Tour startet taeglich und ist auch nicht der einzige Touranbieter" das heisst, 20200 Touries jaehrlich besichtigen Fraser Island und davon ca 1/3 Deutsche :D

Tagsueber duesten wir in einer Jeepkolonne ueber die Insel und besichtigten verschiedene Seen wie zb den Lake Mc Kanzie. Dort konnte man den feinen Sand als Peeling und Haarkur verwenden, was besonders uns Maedels gefiel. Von einem grandiosen Aussichtspunkt aus sahen wir unten im Meer hunderte von Haien, was unseren Tour Guide jedoch nicht sonderlich stoerte, er sprang einfach mittenrein ins Wasser um sich abzukuehlen.. Waehrend dem Sonnenuntergang kamen dann die vielen Dingos aus ihren Schlupfloechern und machten sich auf Beutesuche. Das Essen musst auch immer sorgfaeltig verstaut werden denn die Dingos sind keine wirklich zahmen Schosshuendchen, auch wenn sie so aussehen. So kommt es auch manchmal vor, dass Touristen angegriffen werden, da sie die sehr mager wirkenden Dingos aus Mitleid fuettern wollen - typisch TOURIST!

4 Mio deutsche Backpacker treibt es anscheinend jaehrlich nach Australien, unvorstellbar! So wurden wir Deutschen auch oft erwaehnt wenn es darum ging Warnungen ueberhoert zu haben und somit Unfaelle, wie zb Dingoangriffe, verursacht wurden.

Weiter fuehrte unser Weg uns nach Noosa, einer kleinen gemuetlichen Surferstadt. Dort konnten wir wegen dem Australia Day jedoch nur eine Nacht im Hostel schlafen, alles war ausgebucht. Gluecklicherweise konnten wir jedoch in der Naehe von Noosa bei Bekannten unterkommen. Nach 3 Monaten einen so riesig und prallgefuellten Kuehlschrank zu sehen, in einem so bequemen Bett zu schlafen und Mangos direkt vom Gartenbaum zu pfluecken war dann purer Luxus fuer uns! Unschuldig Wir konnten in dem schoenen Haus einfach relaxen.

Am 31. Januar 2014 ging es dann weiter mit einer 3-taegigen Kanutour durch die Everglades.  Schlaf fanden wir in Haengematten zwischen Ungeziefer, aus den Duschen und Wasserhaehnen kam anfangs leider nur braune Pampe anstatt fliessendem Wasser. Von einer Toilette ganz zu schweigen.

In einer vergleichbar kleineren Gruppe als sonst bekamen wir Kanus gestellt und paddelten 3-4h am Tag den Fluss entlang. Viel Spass, Kaentern, Wasserschlachtfights und Sonnenbraende gehoerten zum Programm. Der Hinweg flussabwaerts war ganz angenehm, man konnte sich einfach treiben lassen. Der Rueckweg hingegen war das Gegenteil, wir waren immer das letzte Boot und vor lauter Lachen und Hunger hatten wir keine Kraft mehr. Dann wurden wir gluecklicherweise von einem Motorboot entdeckt, das uns netterweise abschleppte. Ansonsten waeren wir noch 3 h weiter gepaddelt.

Es waren fuer uns sehr witzige Tage mit viel Spass und "Sport"

 

Mit dem Zug ging es weiter nach Brisbane. Gedacht aber falsch gedacht waehlten wir ein Hostel aus, das zwei Dollar billiger war als die Anderen bei Hostelworld. Nun mussten wir in Brisbane am Bahnhof leider feststellen, dass dieses Hostel ca 40 Minuten ausserhalb lag - also doch nicht zentral und gespart haben wir wieder einmal doch nichts..

Leens Geburtstag verbrachten wir dann jedoch zentral. Gluecklicherweise konnten wir nach 4 Wochen langem Warten unser Weihnachtspaket vom Postoffice in Brisbane abholen. Es war wie Weihnachten und Geburtstag fuer uns gleichzeitig, wir haben uns schon lange nicht mehr so ueber ein Paket gefreut. Wie kleine Kinder ;) Nachdem wir ein chinesisches Picknick am Fluss mit Blick auf die Skyline genossen hatten schluerften wir noch gemuetlich einen Eiskaffe, tranken leckeren Wein und stuertzten uns dann ins Nachtleben.

 

Am 6.Februar 2014 hiess es dann: " Auf gehts nach Bali"

Wir sind sehr gespannt was uns erwartet und freuen uns auf die naechsten Wochen.

Urlaub vom Urlaub - was ein Luxus!

Montag, 10.03.2014

3 Wochen in einer anderen Welt

Kuta

2 Uhr nachts: Leen und Anni landeten anstatt mit den ursprünglichen 13kg mit 20 kg Gepäck in Indonesien, Bali, Denpasar.

Heiße Tropenluft wehte uns ins Gesicht, wir fühlten uns als ob wir schmelzen. Mit einem der hunderttausenden Taxen ging es dann in unser Hotel wo wir herzlich mit einem Glas eisgekühltem Orangensaft empfangen wurden. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es los, die Gegend zu erkunden: "Massage?, You need transport? Taxi? Booking tour? Something to eat?"... Gehupe weit und breit, nur Scooter und Taxen in Sicht so retteten wir uns ersteinmal in eine schattige Ecke. Wir waren überrumpelt, noch nie haben wir so einen chaotischen Ort kennengelernt! Ein Surfkurs gleich am zweiten Tag kam uns dann sehr gelegen, wir fanden unseren Spaß daran.

Wir beide haben es geschafft uns beim ersten Mal gar nicht so schlecht wie vermutet anzustellen. Glücklich und zufrieden versuchten wir unser Glück beim Surfen weitere Male - mal warf es uns in den Schaum der Wellen, mal ritten wir mit dem Board geschmeidig hinweg ;) ein riesen Spaß aber auch unglaublich anstrengend für unsere nicht mehr an Bewegung gewöhnten Körper, von Sport ganz zu schweigen..

Den hungrigen Magen füllten wir uns in einer der unzähligen Restaurants - Fried Rice chicken und Mangoshakes mundeten uns sehr. Da alles so billig zu haben war konnten wir gar nicht genug bekommen und statteten den Restaurants dreimal täglich einen Besuch ab. Wie im Schlaraffenland fühlten wir uns. Dann aber wieder der erschreckende und krasse Unterschied - überall auf den Straßen bettelnde Kinder und Familien. Gegenüber dann ein 4 Sterne Hotel und Touristen im Bintangshirt. Das passte für uns oft nicht zusammen und stimmte uns traurig und nachdenklich.

Abends stürzten sich alle ins Kuta Nightlife.... Eine Straße - gefüllt mit Scootern, Taxen, Bars, Clubs - ja man hatte so das Gefühl diese Straße wachte in der Nacht noch mehr auf. Überall wurden einem Mushroomshakes und Drogen angeboten, Ladyboys in den überfüllten Clubs und junge Mädchen die sich verkauften.

Nach einem langen Abend im Club machten wir uns mit drei Freunden aus dem Hotel auf den Heimweg, der Weg führte uns durch verlassene dunkle Gassen. Aus dem Nichts schoss ein schwarzes Motorrad vorbei und vom einen auf den anderen Moment stand Anni nur noch mit dem Bändel ihrer Tasche, komplett verwundert, da. Wir versuchten dem Motorrad nachzurennen, aber vergeblich. Ein paar Leute in den Gassen schauten nur, ist dort wohl nichts ungewöhnliches. Fünf Minuten später, noch in dem Gespräch über das Geschehen, riss ein weiteres Motorrad ebenfalls Leens Tasche aus der Hand. Kamera, Handys, Hotelschlüssel und etwas Geld - um soviel waren die Motorradfahrer jetzt reicher.

Wir konnten noch froh sein unsere Passports und Visakarten im Hotel gelassen zu haben, wäre uns dies eine Nacht früher passiert hätten wir ein größeres Problem gehabt da wir da noch alle Wertsachen bei uns getragen haben.

Der Schock jedoch steckte uns noch sehr in den Knochen, vor lauter Angst die Motorradfahrer könnten noch in unser Zimmer einbrechen schleppten wir unsere Bettmatratze in das Zimmer der Anderen - zum belächeln des Personals am nächsten Morgen. So war die Nacht eher schlaflos und die nächsten Tage in Kuta noch merkwürdiger für uns, da wir uns nicht mehr ganz so wohl und sicher fühlten. Ein Besuch bei der Polizei brachte uns auch nicht weiter, die Polizei auf Bali ist ziemlich korrupt, man kann leider nicht immer darauf setzen Hilfe zu bekommen.

So waren wir sehr froh zwei Tage später weiter zu reisen.

 

Ubud
Nach 4 Tagen hiess es dann endlich raus aus dem getuemmel und hinein in das gruene Bali. Die Fahrt mit dem Taxi hinein nach Ubud zeigte uns zum ersten Mal das richtige Bali und wir waren sofort beeindruckt. Unser Weg fuehrte uns durch wunderschoene, laendliche Gegenden, vorbei an auf Feldern arbeitenden Bauern und durch das Leben der Strassen. Anstatt Surfbrettern der Touristen sahen wir nun Locals die Reisbuendel, Essen und ganze Blumenlaeden auf ihren Rollern transportierten. Am Strassenrand wurde Müll verbrand und gekocht, beisammen gesessen und gelacht. Kinder fuhren mit Fahrraedern und Schuluniformen zur Schule, in dreckigen Hinterhoefen sah man ältere Balinesen Fussball spielen oder Frauen die Baendchen knuepften.
In Ubud angekommen fuehlten wir uns gleich viel wohler. Die Frage Transport hoerte man nur noch 2 Mal die Minute anstatt alle 5 Sekunden - es waren immernoch viele Touristen in dem Ort, jedoch nicht nur noch die, die aufs Feiern aus sind. In unserem Hotel hatten wir diesmal das Glueck auch schon spicy Fried Nudels zum Fruehstueck bestellen zu koennen, was unseren Magen mehr fuellte als nur ein Fruchtsalat und uns zudem auch noch ausserordentlich gut schmeckte :)
Von Ubud aus erkundigten wir in Tagestouren mal zu fuß, mal mit  einem Taxifahrer zusammen einige besondere Teile Balis. Wir bewunderten pracht- und farbvolle Tempel, schauten uns einen balinesischen Feuertanz an, besichtigten Grotten und Denkmaeler und badeten in heissen Quellen. Anstatt Kangoroos und Koalas wurden auf Bali nun die vielen Affen unsere Freunde so suess sie auch aussahen, desto frecher waren sie wirklich. Unsere leckeren Zimt-Schokonuesse wurden uns von ihnen stibitzt und beim Spatziergang durch den Affenwald wurde von ihnen besonders unser Schmuck mit grossen Augen ins Visier genommen. Aber man konnte nicht anders als diese Tierchen trotzdem zu moegen !
Am allerliebsten erkundeten wir die Landschaft aber zu zweit auf einem Scooter, was die billigste, aufregendste, wohl aber auch die gefaehrlichste Methode ist um sich fortzubewegen. Zu den Stosszeiten ist der Verkehr echt brutal, von nachvollziehbaren Verkehrsregeln ganz zu schweigen. Das einzig moegliche war fuer uns oft einfach dem Verkehrsstrom zu folgen und zu hoffen abgelegene Strassen zu  finden. Aber was uns dann dort erwartete war jedesmal aufs neue ein unglaubliches Erlebnis. Begleitet von frischem Fahrtwind und purem Freiheitsgefuehl duesten wir durch sattgruene Reisfeld- und Vulkanlandschaften. Bunte Blumenwiesen rechts, Palmenmeere links - immer mal wieder ein Sommerregen der uns erfrischte. Einen Stop machten wir nicht nur einmal auf einer der vielen Kaffeeplantagen wo wir es uns sehr gutgehen liessen. Ca 10 verschiedene Kaffee, Kakao und Teesorten wurden uns vor einem Plantagenpanorama a la carte serviert.
Typisch fuer Bali ist der Luwak Kaffee. Die Luwak Tiere essen Kaffeepflanzen, welche in ihrem Magen dann chemisch verdaut werden. Der Kot wird dann angeroestet, wodurch Kaffeebohnen mit ausergewoehlich starkem und interessanten Aroma entstehen. Die kleinen Tiere leben auf Bali, wodurch man dort eine Tasse Kaffee fuer 3 Euro bekommt, in Australien zum Beispiel nur fuer 30 Dollar. Nicht nur dieser Genuss war umsonst - zu guter letzt naschten wir uns noch durch alle Schokoladensorten, was unseren Kaffeeflash jedoch nur gering sänftigen konnnte.
Einen besonderen Ausflug machten wir zu dem Batur-Vulkan, einer der noch zu 100 % aktiven Vulkane auf Bali. Ein Shuttlebus fuehrte uns ueber holprige Strassen zum Fusse des Vulkans,  den wir dann von 3 bis 6 Uhr morgens bestiegen. Mit Taschenlampen bewaffnet stolperten wir die extrem steilen Steinwege hoch... Oben erwartete uns anstatt einem Sonnenaufgang dann leider nur Nebel, Regen und viele Wolken, was aber trotzdem eine einzigartige Stimmung erzeugte. Neben dem dampfenden Krater assen wir unser Eiertoastfruehstueck und frohren.

Nicht nur die Landschaft von Bali war fuer uns zwei etwas komplett Neues, sondern auch der Einblick in eine so andere Kultur, welche uns sehr interessierte. Schon in Kuta fiel uns auf wie religioes die Balinesen doch sind...Kleine, bunt geschmueckte Opfergaben vor jedem Laden, auf vielen Scootern und Autos und vor jedem Hauseingang - und diese werden 5 mal taeglich ausgetauscht und neu gemacht.

Vorallem durch laengere Gespraeche mit Locals erfuhren wir dann spaeter sehr viel ueber die Lebensweise der Balinesen, bei welcher die Familie, die taegliche Arbeit und bei den meisten der Glaube zum Hinduismus im Vordergrund steht. Auch war es interessant auf welche Art und Weise sie Goetter, Daemonen und die Natur verehren, den Reis und das Wasser schätzen und wie das Verhaeltnis unter den vielen indonesischen Moslems und den Balinesen ist.

An einem sonnigen Morgen brachte uns ein Shuttlebus nach Amed, einem kleinen verschlafenen Oertchen an der Ostkueste Balis. Anstatt einer normalen Unterkunft hatten wir uns diesmal durch einen special Deal auf Booking.com in eine sehr noble Bleibe eingemietet. Ein grosses Himmelbett und eine Lounge erwarteten uns in einem mit Fensterfront umrundeten Zimmer, welches uns Blick auf das Meer und den grossen Pool gestattete. Die Nacht in den 17. Februar musste ja schliesslich, wenn man schon einmal in seinem Leben auf Bali ist, an einem besonderen Ort verbracht werden. Zu allem Ueberfluss war unsere Minibar prallgefuellt - euphorisch wie wir waren dachten wir jedoch nicht an die dementsprechend teure Rechnung, die uns an dem naechsten Tag ueberreicht werden sollte, als wir bis auf ein Wasser alles leergetrunken hatten. UPS ! Einen schoenen Abend hatten wir zuvor trotzdem genossen, nach einer sehr entspannenden "whole-body-massage" wurde gemuetlich mit Kerzen und Schokolade in Annis 20. Geburtstag reingefeiert. Jetzt sind wir beide schon 20, was sich fuer uns unserer Meinung nach viel zu alt anhoert.

Die zwei naechsten Naechte in Amed in einem Homestay wurden wir von einer Spinne attackiert. Am 1. Abend beim Zaehneputzen huepfte eine handgrosse, schwarze Spinne ploetzlich von oben runter zu unseren Waschbeuteln. Lautes Gekreische und vor lauter Angst die Spinne koennte uns beissen trauten wir uns den ganzen Abend nicht mehr aus unserem Moskitonetz herraus. Ploetzlich am morgen dann war sie weg, Erleichterung bei uns beiden. Dies hielt leider nicht lange an. Als Leen eine Dusche nahm und Anni in ihrem Rucksack rumwuehlte sprang unsere neue Feindin ploetzlich aus dem Gepaeck herraus. Ein netter Franzose, den wir aus einem der Nachbarbungalows aus dem Bett klopften, setze dem Leben der Spinne dann zum Glueck ein Ende, er erdrosselte sie mit einem Schuh. Ihhhh !!

 

Welcome to my Paradise - Gili Islands

Eine 1h Schifffahrt brachte uns von Bali aus ins Paradies: Giliislands.

Drei kleine wunderschöne Inseln östlich von Bali mitten im Meer. Wir blieben ganze 8 Tage auf Gili Trawangan und wollten gar nicht mehr weg. Pferdekutschen anstatt Scootern und Autos, Fahrräder mit denen man in ca 2 h die Insel umrunden konnte. Schnorcheln zwischen großen bunten Fischen und die Hoffnung Schildkröten zu sichten, was uns leider doch nicht gelang. Dies war zwar etwas mit Bammel verbunden einen Hai zu sichten aber war wunderschön. Einfach am weißen Sandstrand liegen und sich im kühlen, ja fast schon durchsichten Wasser erfrischen. Das war unsere Beschäftigung. Nicht umsonst heißt es auf Gili: welcome to the Paradise. Abends sättigten wir uns auf dem Nightmarket mit unseren Local- und schwedischen Freunden - für ca 60 Cent gab es Nasi Gorengh Ayam. Reis über Reis mit Gemüse, verschiedenste Esskörbe ob süß oder salzig und immer spicy stellten wir uns jeden Abend zusammen.

Fisch und Krabben aßen wir wie die Lokals mit der rechten Hand, grünen Pfannkuchen mit Kokosnuss und Honigfüllung zum Dessert gab es für 5000 Rupiah, ca 30 Cent. Samasama, eine Reggaebar mit Livemusik gehörte danach zum abendlichen Programm.

Unser Homestay Baleku war sehr familiär, morgens gab es bananapancake und unseren Malariatee, mittags Kaffee und hin und wieder ebenfalls einen Pancake, da unsere Localfreunde uns gar nicht mehr gehen lassen wollten. Gesungen und getanzt, gelacht und gealbert haben wir zusammen, begleitet von Gitarrenmusik. Unser Zimmer hingegen glich einem Tierheim - Spinnen, eine lange Ameisenstraße mitten hindurch, eine Bambusdusche halb überdacht und sonstige Lebewesen teilten mit uns das Heim. Eines morgens wachten wir sogar mit einem Toten Mausebaby neben unserem Bett auf.

Jeder auf Gili Trawangan grüßte einen und behandelte einen als Freund, auch wenn man ihn noch nie zuvor gesehen hatte. 

Das war Gili eine wunderschöne und entspannte Zeit.

 

Lombok

Nach den 8 tagen Gili dachten wir uns, dass es Zeit wird mal wieder weiter zu ziehen. Zwar ungern aber mit Vorfreude verbunden nahmen wir das Shuttleboot nach Lombok, die große Insel zu der die Gilis gehören. Auf dem gesamten Überweg standen wir in Schieflage, sichteten aber einen Delfin.

Viele Bewohner von Gili kommen ursprünglich von Lombok, sie zog es jedoch nach Gili da es auf Lombok wohl noch schwerer für sie ist Arbeit zu finden.

Ankunft in Bangasal, Lombok: plötzlich Gehupe, Automotoren, Männer die einem die Gepäckgegenstände aus der Hand rissen und dafür dann noch Geld verlangten. 10 Leute verfolgten uns schon fast als wir irgendwie versuchten ein Homestay ausfindig zu machen..

In unserem Zimmer gab es dann aber zu unserem Bedauern kein Moskitonetz. Wir wollten ja nicht verstochen werden deshalb kam uns die glorreiche Idee unser aus Australien mitgebrachtes Zelt einfach auf dem Bett aufzubauen. Jedenfalls schlief es sich recht gut in unserem vertrauten Zelt, das mit uns schon sehr viel erlebt hatte :)

Am ersten Tag in Lombok mieteten wir uns einen Scooter und fuhren damit zu Wasserfaellen. Strassen konnte man die Pfade auf denen wir uns unseren Weg bahnten nicht nennen - es waren eher holprige Wanderwege, steiniges Geroell, Schlagloecher und sandige Flaechen. Auf dem Weg goennten wir uns ein Magnum Gold fuer 1 Euro, (einer unserer Lieblingssnacks.. das koennen wir uns in Australien wohl nicht mehr leisten). Ab und zu schaffte unser Roller es kaum den Berg hinauf da musste Leen oft absteigen ;) viel zu lachen gab es jedenfalls. Am naechsten Tag wachten wir fuer unsere Verhaeltnisse recht frueh auf, um mit dem gemieteten Roller in den Sueden Lomboks, nach Kuta, zu duesen. Vier ganze Stunden waren wir unterwegs, man bedenke ohne Navi nur mit einer zerrissenen Karte aus dem Reisefuehrer.Besonders in den grossen Staedten wie Mataram war es aufregend in dem belebten Verkehr zu fahren, so rettenten wir uns ab und zu in die "Fussgaengerzone". In Kuta angekommen bewunderten wir einen weissen Sandstrand nach dem Anderen. Fischer standen mit ihren Netzen im Wasser, Boote trieben vor sich hin, ansonsten genossen wir die Einsamkeit ziemlich fuer uns alleine.

Wir konnten uns leider nur fuer 2 Stunden die Zeit in Kuta vertreiben denn wir hatten ja noch einen langen Heimweg, quer durch Lombok zurueck nach Bangsal, vor uns. Ein Nasi Gorengh Ayam take away mit Blick aufs Meer beim Sonnenuntergang bescherte uns ein leckeres Abendessen bevor es dann im stockdunklen zurueck an der Kueste entlang ging.

Zurueck im Homestay packten wir unsere Sachen um am naechsten Tag mit dem Speedboot zurueck nach Bali zu fahren. Rucksaecke gepackt, Wertsachen verstaut  - oh, es fehlt etwas ! Wo sind denn unsere Voucher fuer Australien, unsere Impfpaesse und Annis Flugtickets ? Gute Frage ! Seitdem wir in Bali beklaut wurden haben wir unsere Wertsachen wohl immer zu gut versteckt, so dass wir die verlorenen Sachen wohl in Amed unter der Matratze vergessen haben mussten. Nicht sehr schlau von uns, davon ging die Welt aber auch nicht unter. Daraus sollten wir lernen und unsere Sachen vielleicht nicht mehr ganz so verstreut verstecken. ;) Doch der naechste Clue folgte im Nu...Noch am selben Abend im Interneetcaffe, als wir Unterkuenfte fuer die naechsten 2 Naechte in Bali buchen wollten....Ein schneller Blick auf unsere E-Tickets versetzte uns in grosse Enttaeuschung : Departuredate Denpasar to Sydney - 1:05 am, 02.03.14, oh das ist ja schon morgen Abend !!! Aus zwei Tagen Surfen und nochmal in Seminyak herumzustreunen wurde zu unserem Bedauern dann wohl doch nichts. Waeren wir auf gut Glueck nach Kuta gefahren und haetten unere Flugtickets nicht mehr genau angeschaut, haetten wir wohl in Asien bleiben muessen, das Flugzeug nach Sydney waere dann ohne uns geflogen.


Donnerstag, 08.05.2014

Sydney - Die Stadt der Städte

Das Hostelleben, geregelter Verkehr und reinere Luft im Gegensatz zu Asien – unser letzer Monat in Australien brach an.

In das herbstliche Sydney kamen wir mit dem Flugzeug an, checkten in das Elefants Hostel direkt im Stadtteil "Kings Cross" ein und verbrachten unsere naechsten 10 Tage dort. Mal teilten wir uns ein Bett, mal verstauten wir auch nur unsere Rucksaecke im Spint und lebten auf unseren Isomatten bei Freunden im Hostelzimmer. Einmal hatten wir kein Schlafplatz wegen eines großen Konzerts – da mussten wir wohl improvisieren und uns eine Nacht im Freien um die Ohren schlagen ;) Ein Einkaufszentrum wurde unser Freund, bzw. Wohnraum in dem wir aßen und uns frisch machten.. Leben auf eine andere Art :)

Einer Baeckerei namens „Dough“ statteten wir täglich einen, oft auch mehrere Besuche ab um uns dort von den leckeren frisch gebackenen Teilchen den Bauch vollzuschlagen. Kostenlose Probiertüten mit Schokoladencremebrötchen bis hin zu schinken-und käsegefüllten Gebäcken – es war einfach köstlich!

In der Soda Factory, einer Bar, gab es einmal die Woche Specialangebote, Hotdogs für nur 1 $ anstatt 10 $, kochfaul wurden wir leider nach Bali – unser Essen nur mit Pfeffer und Salz, meist nur Spaghetti oder Reis mundete uns leider nicht mehr so sehr..

In Sydney hatten wir eine wunderbare Zeit, viele andere nette Backpacker haben wir kennengelernt mit denen wir viel unternahmen. Da es uns nervte wieder die ganze Zeit deutsch zu sprechen entschieden wir uns manchmal als Holländerinnen auszugeben, um dadurch auch mit Deutschen englisch zu reden. Es war oft recht amüsant so zu hören was denn die Deutschen so über unser eigenes Land erzählen. Sie wollten uns sogar deutsche Sätze beibringen, da mussten wir dann einen schönen Akzent reinmischen in unser normalerweise flüssiges Deutsch ;)


Donnerstag, 08.05.2014

Roadtrip-Time

Auf der Strecke von Sydney nach Byron Bay waren wir noch einmal wie waschechte Backpacker im Auto unterwegs. Unser Zelt, das wir uns ganz am Anfang in Melbourne gekauft hatten, kam wieder mal zum Einsatz.

Sehr oft war der Schlafkomfort eher unteres Niveau – gecampt haben wir auf steinigen, harten Parkplätzen oder direkt neben der Autobahn, weshalb wir uns vom LKW- Lärm in den Schlaf wiegen lassen mussten. Morgens sind wir mit Rückenschmerzen aufgewacht, nachts konnten wir oft nicht wirklich schlafen weil es plötzlich angefangen hat wie aus einer Dusche zu regnen. Geblitzt und gedonnert hat es auch, oft war es sehr angsteinflößend…

An anderen Tagen wachten wir jedoch an den schönsten Plätzen auf, die man sich überhaupt vorstellen kann. Der Zelteingang wurde geöffnet und wir bewunderten, wie die über dem Meer oder den Seen aufgehende Sonne eine wunderschöne Morgenröte in die Welt zauberte. Wir genossen die ersten Sonnenstrahlen, diese maerchenhaften Momente und Ausblicke. Die ersten Surfer schmissen sich in die Wellen, nackte Menschen beim Morningswimming und die Fischer waren schon lang an der Arbeit. Diese schoenen Augenblicke in uns aufnehmend mussten wir uns nun sputen damit wir unser Zelt abbauen konnten bevor die Ranger ihre Runde zogen um auf Backpackerjagd zu gehen. Einmal wurden wir, anstatt vom Wecker, von einem Ranger hoechstpersoenlich aus dem Zelt geweckt. Um die 300 $ Strafe kamen wir gerade nochmal rum.

Am letzten Tag bevor wir nach Byron Bay fuhren wurde dann alles zu viel, wir hatten einen Autounfall auf der Autobahn – glücklicherweise ist Niemandem etwas passiert, außer den Autos die danach in der Werkstatt versorgt wurden. Wie oft wir beide doch Glück hatten ist kaum zu glauben!

Wir waren dann jedenfalls sehr glücklich in Byron Bay angekommen zu sein.

 

Donnerstag, 08.05.2014

We'll miss you Australia!

Byron Bay ist eine Hippie-Stadt, nicht besonders groß, aber trotzdem hört man sobald man in Australien angekommen ist, wie jeder Backpacker diesen Ort liebt...

Keiner weiß wieso, aber irgendwie hat das Örtchen einfach einen besonderen Flair. Jeder läuft barfuß herum, in einem ziemlich kriechendem Tempo – woran das wohl liegt….

Nette, kleine und bunte Cafes an den Straßen, Mädchen mit Blumenkränzen in den langen Haaren und Skateboarder, mit dem Surfbrett unter dem Arm, auf dem Weg zum Strand. Lauter glückliche Gesichter in die man blickte, an der einen Straßenseite kochende Leute im Campervan und auf der Anderen Straßenmusiker.

Unsere Begeisterung am Surfen brachten wir von Bali mit nach Byron – wir verbrachten wieder einige Stunden in den Wellen.

So kam es auch einmal vor, dass am Strand der Sharkalarm los ging und alle aus dem Meer stürmten. Aufgespührt wurde der angebliche Hai dann jedoch doch nicht.

Ein Ausflug von Byron nach Nimbin war auch eine Erfahrung wert. Mit einem alten, klapprigen Bus, jedes Schlagloch auf der Straße ließ uns auf den Bussitzen hochhüpfen, bahnten wir uns unseren Weg in das kleine Dorf im Hinterland. Zu Nimbin kann man nicht besonders viel sagen, dort sollte man selber mal gewesen sein :P ..oder vielleicht auch besser nicht…Kein Kommentar !

 

Surfers Paradise

Nach ganzen 2 Wochen fuhren wir mit dem Greyhound Bus nach Surfers Paradise, der letzten Stadt Australiens, der wir einen Besuch abstatteten. Eine Skyline direkt am Strand. Hochhäuser reihen sich aneinander, eines größer als das andere. Dort trafen wir auf Backpacker, die wir ganz am Anfang getroffen hatten, schon lustig nach 5 Monaten unbeabsichtigt im selben Hostelzimmer, in der selben Stadt, zu sein. Die Welt ist wohl doch kleiner als man denkt.

Nun hieß es Abschied nehmen von Australien, es war eine wunderbare Zeit in der wir gemeinsam wahnsinnig viel erlebt haben. Die 5 Monate gingen viel zu schnell vorbei – das Reisen allgemein hat uns sehr gefallen, einfach mal nur das machen zu können wozu man Lust hatte.

Wir werden die Zeit sehr vermissen und immer in bester Erinnerung behalten ;)

 

Donnerstag, 08.05.2014

Sawatdii khaa Bangkok

Bangkok, nach einem 9 stündigem Flug von Brisbane aus – sehr turbulent – kamen wir an, in einem wieder komplett anderen Land.

Überall Menschen, Fahrzeuge, die heiße Sommerhitze und der Smog benebelten unsere Sinne.

Mit Zug und Taxi bahnten wir unseren Weg durch das chaotische Bangkok um zum Hotel zu gelangen. In der Lobby, saß eine kleine liebe Frau, ein wenig älter geworden, so wie wir alle. Marleens Mama erwartete uns sehnsüchtig und wir freuten uns alle, uns nach 5 Monaten wiederzusehen.

Anstatt ein Hostel mit 20er sharerooms konnten wir nun wieder eigene Räume, mit großen Betten und einem eigenen Bad, beziehen. Diesen „Luxus“ waren wir schon gar nicht mehr gewohnt gewesen nach unserer Zeit im Zelt den letzten Monat über.

Sobald wir das Hotel jedoch verließen lief der Schweiß an uns herab wie ein Wasserfall. 40 Grad im Schatten, überall Gedränge – besonders auf den Taxibooten die einen von A nach B brachten und auf denen man bei jedem Stopp von Pfeifen bedröhnt wurde.

Goldene Tempel mit Buddhas und überall Schmuck, Opfergaben und nette kleine Thailänder die einen herzlich begrüßen mit ihren Händen vor dem Gesicht gefaltet und einer kleinen Neigung vor dem Gegenüber. Wahnsinnig warmherzige Menschen, die immer ein Lächeln im Gesicht haben. In Bangkok hielten wir uns 3 Tage auf und erkundeten die Stadt, danach wollten wir weiter ziehen – nach Chiang Mai in den Norden Thailands. Mit einem Nachtbus fuhren wir 11 Stunden und kamen früh morgens in unserem Hotel an, ziemlich übermüdet und k.o.

 

 

      

Donnerstag, 08.05.2014

Ausflug in den Norden Thailands

Chiang Mai ist überfüllt von Tempeln, einer schöner, bunter und prächtiger als der Andere. An jeder Ecke findet man Einen, von groß bis sehr klein. Zwischendurch kann man sich überall in kleine gemütliche Cafes setzen, abschalten und sich stärken.

Von Chiang Mai aus führte uns eine Tagestour in den Dschungel.

Am Morgen um 9 Uhr ging es los zu einer Orchideen- und Schmetterlingsfarm, woraufhin wir eine Elefantenfarm besuchten, wo wir auf diesen unglaublichen Tieren reiten durften. Sie wirkten so friedlich und streckten ständig ihren Rüssel nach hinten um nach einer Banane zu bitten, die wir dann gerne überreichten. Eine Elefantenshow haben wir zum Glück nur von Weitem gesehen, die Elefanten tanzten Gangnam Style zu 5. in einer Reihe – während die Chinesen mal wieder ihre Goproes in die Höhe streckten und begeistert waren. Da dachten wir uns einfach nur unseren Teil zu! Die armen Tiere :(

Nach einem leckeren Buffet mit Reis, Gemüse, Chicken und Fruit Salad fuhren wir auf einem Bambusfloß einen kleinen Fluss entlang, vorbei an kleinen Hütten in denen die Einheimischen wohnen und vorbei an Elefanten die ihr Leben mit den Menschen teilen.

Zum Abschluss wurde es dann noch recht anstrengend für uns alle, beim White Water Rafting tobten wir uns aus.

Ein anderes Mal sind wir mit einem Shuttelbus nach Pai gefahren– durch die bergige Landschaft des Nordens. Einige Male hielt der Bus an, da viele ihren Magen leeren mussten, denn kurvig und rasant war die Fahrt.

Pai ist genaugenommen in den letzten Jahren zu einer Backpackerstadt geworden, viele mieten sich dort einen Roller und erkunden die Gegend. Es war wieder unglaublich heiß, weshalb wir von Schatten zu Schatten pilgerten und letzten Endes wieder in einem Cafe landeten. Dort war es aufgrund der Ventilatoren doch immer am angenehmsten, ansonsten hat man sich wie in einer Sauna gefühlt. Dort befanden wir 3 Ladys uns dann im Status: „Nach müd kommt blöd“..


 

 

Donnerstag, 08.05.2014

Mama und Papa am Start

Mit einem Nachtbus fuhren wir wieder zurück nach Bangkok, um dort geplanter Weise direkt mit einem anderen Bus in den Süden zu fahren. Da wurde jedoch nichts draus, da die Thailänder an diesem Wochenende ihr großes Neujahrsfest ( Songkran) feierten und alle Züge und Busse ausgebucht waren. So mussten wir bis zum Abend warten, da wir glücklicherweise noch 3 Bussitze in einem Nachtbus nach Chumphorn bekamen. Den Tag verbrachten wir dann in Bangkok, was im Nachhinein sehr schön war denn Neujahr wird hier ganz anders gefeiert. Vom 13-15 April herrscht Trubel auf den Straßen, alle bespritzen sich mit Wasser, bemalen sich gegenseitig mit farbiger Tonerde und alle sind in einer total schönen und glücklichen Stimmung!

Mit dem Bus rasten wir über die Autobahn, überholten alle Autos und kamen dann am nächsten Morgen um 4 Uhr früh in Chumphon an, wo wir 4 Stunden auf die Anschlussfähre nach Koh Tao, einer Insel im Osten Thailands, warteten. Endlich kam die Fähre und wir wurden nach Koh Tao übergeschippert.

Am Hafen von Koh Tao überlagerten uns die Taxifahrer die uns dann auch zu unserem Hotel am Sairee-Beach fuhren. Kleine süße Bungalows direkt am Strand hatten wir uns für die ersten 3 Tage gemietet, bis wir dann Annicks Papa trafen der 2 Tage zuvor ebenfalls nach Thailand eingeflogen war. Jetzt waren wir komplett und unsere Zeit zu zweit ohne Eltern war zu Ende….der ruhige Familienurlaub konnte starten ;) 

Wegen des Neujahrsfest war auch auf Koh Tao noch viel Trubel ,eine reinste Wasserschlacht herrschte auf den Straßen, man kam nirgends trocken und sauber an – alle feierten und waren glücklich. Kinder kamen angerannt um uns farbige Striche auf die Backen zu malen, total süß :) Um Ruhe genießen zu können zogen wir in einsam gelegene Strandbungalows wo wir 3 Tage vor uns hinvegetierten und Spaß am Schnorcheln hatten.


 

  

Donnerstag, 08.05.2014

Postkartenähnliche Landschaften und schmackhafte Thaiküche

Genug geruht schipperten wir vier mit Fähre und Bus nach Krabi, einer südlichen Stadt, landschaftlich wunderschön gelegen. Palmen- und Kokosnussplantagen, sowie riesige in den Himmel ragende Kalksteinfelsen, säumten den Stadtrand. Mit einem Longtailboat erkundigten wir die Inselwelt vor Krabi, paradiesische Orte mitten im Meer, nicht umsonst wurde hier ein James Bond Film gedreht. Wären da nicht die vielen Touristen gewesen, die sich wie Ameisen ihren Weg von hier nach da bahnten, hätte man Postkartenmotive mit der Kamera schießen können. Aber wir sind ja selber Touristen ;)

Messer wetzten, Löffel klapperten – nun war ein 4 stündiger Thaikochkurs in Krabi angesagt!

Chili, Knoblauch, Zwiebeln, verschiedenste Kräuter und andere Zutaten mischten wir zusammen und zauberten wunderbare Gerichte wie das all berühmte Fried Rice with Chicken oder unterschiedlichste Currygerichte, Frühlingsrollen und zum krönendem Abschluss einen süßen, in Kokosnuss getränkten, Reis mit Mangostückchen. Es zerging und auf der Zunge wie Butter. Flambiertes Gemüse mit Chicken zubereitet als Suppe und die vielen anderen leckeren Gerichte verschlangen wir mit Genuss – am Ende waren wir vier pappsatt und konnten uns kaum noch bewegen.

Koh Lanta

 Den Rest unseres Urlaubs verbrachten wir auf der Insel Koh Lanta. Wir grillten uns dort ein letztes mal bis uns der Kopf schwirrte und stärkten uns danach mit einem Fruchtshake. Abends speisten wir köstlich zu viert in einem süßen Familienrestaurant, wo es uns so gut gefiel, dass wir dort zu Stammgästen wurden. Sie freuten sich ebenfalls uns täglich wieder zu sehen und beglückten uns aus Dankbarkeit und Freude mal mit zusätzlichen Shakes oder leckeren Fruchtsalaten als Dessert. 

Insgesamt war der Thailandurlaub mit unseren Eltern ein sehr entspannter und schöner Abschluss unserer langen Reise, wir hatten uns viel zu erzählen und lachten ausgiebig :)